Welche Geschenke hat uns die Natur gegeben, die uns in dieser ungewöhnlichen Zeit helfen können?

Die augenblickliche Zeit ist, wie sie keiner von uns bisher erlebt hat. Die Corona-Pandemie reißt uns aus unserem gewöhnlichen Alltag, die permanenten Berichterstattungen versetzen uns in Angst und Unsicherheit. Angst und Stress machen uns anfällig für Krankheiten wie z.B. Virusinfektionen.

Deshalb sollten wir unser Immunsystem unterstützen und stärken.

„Die Natur ist die beste Apotheke“ sagte Pfarrer Kneipp vor fast zweihundert Jahren und Hildegard von Bingen erwähnte im Mittelalter schon die Grünkraft, die Viriditas, als Grundlage jeder Heilung.

 

Analysen über Aufrufe in den Suchmaschinen haben gezeigt, dass in der letzten Zeit vermehrt Begriffe wie Wildkräuter, Wildpflanzen, Dost, Thymian, Fenchel, Salbei, Gänseblümchen Giersch, Löwenzahn, Majoran, um nur einige der heimischen Wildpflanzen zu nennen, aufgerufen werden. Warum ist das wohl so? Hat die augenblicklich herrschende  Corona Pandemie damit zu tun? Kann doch  sein, oder?

 

Die Natur macht uns Geschenke mit unseren Wildkräutern und –pflanzen, die mit einer stärkenden grünen Pflanzenkraft ausgestattet sind. Diese Geschenke sollten wir annehmen und für uns nutzen, besonders in der jetzigen Zeit.

Nachstehend sind ein paar Wildpflanzen bzw. Wildkräuter aufgelistet, die bei Erkältungen und Infektionen mit Viren eingesetzt werden können:

Lippenblütler wie Thymian, Lavendel, Majoran, Salbei und Rosmarin sind besonders reichhaltig an ätherischen Ölen, die u.a. auch viruzid wirken. Beim Salbei sollte allerdings auf eine nicht zu hohe und/oder konzentrierte Zufuhr wegen des hohen Thujongehaltes geachtet werden.

Auch Doldenblütler wie der Fenchel und Anis sind ebenfalls reichlich mit ätherischen Ölen ausgestattet.

Ebenso wie unser bekannter Korbblütler, die Kamille.

Die Königskerze, ein Braunwurzgewächs, mit ätherischen Ölen und Schleimstoffen gesegnet, die gute und wichtige Inhaltsstoffe sind.

Nicht zu vergessen natürlich, unser bekannter vielseitig verwendbarer, Spitzwegerich aus der Familie der Wegerichgewächse, der Schleimstoffe, aber auch Bitter- und Gerbstoffe enthält, diese Inhaltsstoffe wirken besonders auf die Atemwege.

Das Raublattgewächs Lungenkraut sollte ebenfalls in der Auflistung nicht fehlen mit seinen zahlreichen  Inhaltsstoffen wie Schleimstoffen, Saponinen, Gerbstoffen uvm. Das Lungenkraut ist in der Coronazeit bestimmt ein guter Helfer für die Bronchien um diese zu stärken.

 

 

Vergessen dürfen wir natürlich nicht die scharfen Pflanzen wie Kapuzinerkresse, Meerrettich und Knoblauch, deren antiviral wirkende Inhaltsstoffe nicht zu unterschätzen sind.

 

Hier ein Rezept (von Ursel Bühring) für einen Meerrettich-Sirup zur Desinfektion des Rachens, der auch für Kinder (ab 3 Jahren) geeignet ist:

 

Zutaten:

Meerrettich und Honig im Verhältnis 1:2

Zubereitung:

Wurzel grob raspeln, Honig zugeben und über Nacht ziehen lassen. Durch ein Seihtuch gießen.

3X täglich ½ Teelöffel.

Wichtig: Meerrettich wirkt reizend, zu viel davon können auf der Haut und im Darm Probleme verursachen – Tagesdosis bei einer frischen Wurzel: nicht mehr als 20 g

 

Meerrettich sollte bei Magen-oder Darmgeschwüren, entzündlichen  Darmerkrankungen und  chron. Nierenentzündungen nicht angewendet werden!

 

Wir Kräuterpädagogen kennen ja die Wildpflanzen und deren Inhaltsstoffe und können uns diese, entsprechend unseres Gustos, aussuchen. Gerne stellen wir dieses Wissen auch Ihnen zur Verfügung.

 

Es ist so einfach, unserem Immunsystem auf die Sprünge zu helfen: mit einer heißen Tasse Tee, die Seele baumeln lassen, dass die gesunden Inhaltsstoffe in uns wirken.

 

Fit durch den Winter Tee von unserer Kollegin Evi Kletti

Lindenblüten           30,0 g

Spitzwegerich         30,0 g

Holunderblüten       30,0 g

Malvenblüten          10,0 g

 

 

 

Bleiben Sie gesund!

 

Kräuterpädagogin Suse Eberhart

Herbsttag
(Rainer Maria Rilke, 1875-1926)


Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten reif zu sein
gib Ihnen noch zwei südlichere Tage
dräng sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.


Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr
wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird lesen, wachen, lange Briefe schreiben
und wird auf den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben

 

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